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Donnerstag, 16. Juni 2011

7.6.2011: Treffen der Arbeitsgruppen des Rates der Kulturerbe-Einrichtungen und Aggregatoren (CCPA) der Europeana

Am 7.6.2011 trafen sich in Birmingham (Großbritannien) unmittelbar vor der OpenCulture-Konferenz die Arbeitsgruppen des Council of Content Providers and Aggregators (CCPA - Rat der Inhaltsanbieter und Aggregatoren) der Europeana.
Der CCPA ist ein Forum der Kulturerbe-Einrichtungen (v.a. Archive, Bibliotheken, Museen und audiovisuelle Archive) und Aggregatoren, mit dem sie über eigene Vertreter direkt Einfluß auf die Entwicklung der Europeana nehmen können.

In Birmingham trafen sich die fünf Arbeitsgruppen des CCPA, die sich im Oktober 2010 gegründet haben:

1. User Engagement
2. Financial / Sustainability
3. Ethical
4. Technical
5. Legal

Vor den eigentlichen Treffen der Arbeitsgruppen präsentierte Jill Cousins den Stand der Europeana und verwies vor allem auf die Diskussion um die neuen Entwürfe des Data Exchange Agreements (siehe dazu: http://europeanalocal-d.blogspot.com/2011/05/neue-europeana-vertragsentwurfe.html und http://version1.europeana.eu/web/europeana-project/newagreement/).

Anschließend präsentierte Paul Keller die Ergebnisse der jüngsten diesbezüglichen Konsultation mit den Kulturerbe-Einrichtungen. Von den mehr als 100 Rückmeldungen gaben 45% der Einrichtungen an, die neuen Entwürfe des Data Exchange Agreements unterschreiben zu wollen, etwa 42% mussten sich noch beraten und waren unentschieden, 12% würden die neuen Data Exchange Agreements nicht unterschreiben. Die Rückmeldungen von den Museen waren hier am zurückhaltendsten gegenüber den neuen Verträgen.

In den Sitzungen der einzelnen Arbeitsgruppen stand die Abstimmung und Planung der weiteren Arbeit im Mittelpunkt:
So wird die Arbeitsgruppe User Engagement bis zum Dezember ein White Paper mit Empfehlungen zur stärkeren Einbeziehung der Nutzer in die Europeana erstellen, von der auch die Content Provider direkt profitieren. Neben der Frage nach "dem Nutzer" oder "der Nutzerin" sollen gute Beispiele dafür eine Übersicht über aktuelle Best Practices versammelt werden, deren Anwendbarkeit und Adaptierung für das Europeana-Modell dann untersucht wird.
Die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen wurden schließlich wieder gemeinsam zusammengetragen und präsentiert.

Falls Sie Interesse haben, mehr über die CCPA oder über die Arbeitsgruppe zum User Engagement zu erfahren - kontaktieren Sie Michael Götze (goetze (at) jpberlin (dot) de).

Freitag, 20. Mai 2011

Neue Europeana-Vertragsentwürfe

Seit letztem Jahr führt die Europeana mit ihren Partnern einen intensiven Diskussionsprozess, bei dem es vor allem darum geht, ob die bereitgestellten Metadaten auch für kommerzielle Zwecke weiter verwendet werden können.

Anfang Mai hat die Europeana entsprechend angepasste neue Vertragsentwürfe veröffentlicht und den Stand dieser Diskussion dokumentiert:
http://version1.europeana.eu/web/europeana-project/newagreement/

Für einen schnellen Überblick sind die von dort (unter "Strategic Outlook" ) verlinkten Folien von Jill Cousins zu empfehlen.

Die aktuelle Beschränkung der Weiterverwendung der Metadaten verhindert demnach zunächst vor allem die Teilnahme der Europeana an der Welt der Linked Open Data des Semantic Web, die grundlegend für eine Europeana ist, die auch technologisch eine wichtige Rolle spielen möchte.
Weiter verhindert die Beschränkung die Verwendung von Europeana-Daten auf Webseiten oder Blogs, die irgendeine kommerzielle Aktivität (z.B. Werbung) ausüben oder auch Kooperationen mit Wikipedia, da die dort verwendeten Metadaten auch für kommerzielle Weiterverwendung nutzbar sein muss.
Weiter kann die Europeana-API nicht von kommerziellen Partnern verwendet werden (die z.B. Einkünfte für Europeana-Partner erzielen könnten), z.B. auch nicht für die Erstellung von Anwendungen oder Apps für Bildungszwecke, etc.

Dabei verpflichtet sich die Europeanabeim Umgang mit den Metadaten zur Einhaltung grundlegender Prinzipien (von http://version1.europeana.eu/web/europeana-project/newagreement/):
  1. Europeana is committed to consultation with the network of data providers
  2. Europeana does not intend to make direct commercial use of providers' metadata
  3. The contribution of data to Europeana does not prevent you from selling metadata to a third party
  4. Data Providers are not required to provide Europeana with complete metadata for digital objects
  5. Providing metadata relating to some works in your collections does not create the obligation to provide metadata about complete collections
  6. Thumbnails and previews will only be used by Europeana. Unless explicitly specified they cannot be reused by third parties

Der Diskussionsprozess zu den neuen Verträgen dauert noch an: So wird die Arbeitsgruppe des CCPA (Rat der Inhaltsanbieter und Aggregatoren - Council of Content Providers and Aggregators) die Zwischenergebnisse einer offenen Umfrage am 7.Juni auswerten und die nächsten Schritte besprechen.
Im September soll der Prozess abgeschlossen und die neuen Vertragsentwürfe ausgearbeitet sein.

Montag, 26. Juli 2010

Konferenzhinweis: "Deutsches Kulturerbe auf dem Weg in die Europeana" 4./5.10.2010 in Berlin

Anfang Oktober veranstalten die Europeana-Projekte ATHENA, EuropeanaLocal-D, European Film Gateway und BHL-Europe und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz eine Tagung zur Europeana in Berlin.

Die Tagungswebseite: http://www.armubi.de/tagung2010

Aus der Tagungsbeschreibung:

"Digitale Fotografien, Film- und Tonaufnahmen, Bücher und Museumsobjekte sind nicht länger in Archiven, Bibliotheken und Museen verborgen oder auf einzelnen Webseiten verstreut, sondern leichter zugänglich und vielfältig nutzbar über zentrale Services und Internetportale - so die Vision, die Projekte wie die Europeana vorantreibt.

Auf dieser Tagung bringen wir Beteiligte zusammen: Kulturgüter bewahrende Museen, Archive, Bibliotheken und audiovisuellen Archive; Aggregatoren als Knotenpunkte auf dem Weg in die Europeana; Projekte, die spezifische Inhalte für die Europeana zusammenführen; und schließlich Planer und Gestalter der Europeana und ihres deutschen Pendants mit dem Arbeitstitel "Deutsche Digitale Bibliothek" (DDB).

Neben den aktuellen Entwicklungen um die Europeana und die "Deutsche Digitale Bibliothek" liegt ein Schwerpunkt auf der Diskussion um den Aufbau eines nachhaltigen Aggregatoren-Netzwerks, das die Aufbereitung der Inhalte der Einrichtungen der einzelnen Kulturbereiche sicherstellt. Hier berichten sowohl Aggregatoren als auch Anbieter von Inhalten aus ihrer jeweiligen Perspektive von ersten Erfahrungen. Die Vermittlung von Wissen und das Lernen mit Hilfe von digitalem Kulturerbe steht im Zentrum eines eigenen Themenblocks.

Technische und inhaltliche Standards und Fragen einer Best Practice auf dem Weg ins "Semantische Web" bilden einen weiteren Schwerpunkt.

Schließlich zeigen die stark inhaltlich orientierten Europeana-Projekte die Bandbreite und Vielfalt des digitalen Kulturerbes Europas, von Musikinstrumenten über mittelalterliches Amtsschrifttum bis hin zu archäologisch und architektonisch bedeutsamen Inhalten."

Freitag, 28. Mai 2010

Hinweis auf aktuelle und sehr informative Folien zur Europeana

Max Kaiser von der Abteilung Forschung und Entwicklung der Österreichischen Nationalbibliothek hat sehr informative Folien zum aktuellen Stand der Europeana aus der Perspektive des Projekts EuropeanaConnect bereitgestellt, die er bei seinem Vortrag auf dem internationalen Bibliothekskongress in Wien vom 26.-28.Mai verwendet hat - schauen Sie selbst: hier.

Dienstag, 4. Mai 2010

Pressemitteilung vom 4.5.2010: Berlin liefert Inhalte für das digitale Gedächtnis Europas

Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) versorgt digitale Bibliothek Europas „Europeana“ mit landeskundlichen Inhalten aus ganz Deutschland

Seit dem 15.April 2010 stellt EuropeanaLocal-Deutschland mehr als 23.000 landeskundliche digitale Objekte für die EUROPEANA bereit. Die Inhalte reichen von Adressbüchern aus Rheinland-Pfalz, Ortsansichten aus Mecklenburg-Vorpommern, sachsen-anhaltinischen Manuskripten des 16. Jahrhunderts über private historische Fotografien und Postkarten aus Hamburg bis hin zu historischen Stadtplänen von Berlin.

Das an der Zentral- und Landesbibliothek Berlin angesiedelte Projekt EuropeanaLocal-Deutschland ist Teil eines europaweiten Netzwerks, dessen Aufgabe es ist, das regionale und lokale Kulturerbe Europas in die EUROPEANA einzubringen. Aktuelles Ziel ist es, die hierfür notwendigen Infrastrukturen einzurichten und bis zum Frühjahr 2011 insgesamt zehn Millionen digitalisierte Bücher, Filme, Gemälde, Zeitungen, Klänge und Archivdokumente bereitzustellen.

Mit der EUROPEANA entsteht Europas digitales Gedächtnis, das einen zentralen und mehrsprachigen Zugang zu den Objekten des gemeinsamen europäischen Kulturerbes aus Archiven, Bibliotheken, Museen und audiovisuellen Archiven bieten soll. Der Prototyp ist unter www.europeana.eu seit November 2008 online und schon heute sind dort sieben Millionen Objekte recherchierbar. Zur Veröffentlichung der Version 1.0 des Internetportals im Sommer soll die Zehn-Millionen-Grenze überschritten werden.

Zu den derzeit 20 Einrichtungen, mit denen EuropeanaLocal-Deutschland kooperiert, gehören neben Archiven und Museen vor allem Landesbibliotheken, die eine zentrale Rolle bei der Bewahrung und Bereitstellung des regionalen und lokalen Kulturerbes auch und gerade im digitalen Zeitalter spielen. Ein prototypisches Beispiel hierfür ist das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz, das in Kooperation mit anderen Bibliotheken auf www.dilibri.de rheinland-pfälzische Karten, Adressbücher und Schul- und Zeitschriften der letzten 500 Jahre zur Verfügung stellt.

Für Berlin sind neben den Inhalten der Zentral- und Landesbibliothek Berlin Fotos aus dem Kreuzberger Umbruch Bildarchiv in der EUROPEANA zu finden. Diese erzählen u. a. die fast vergessene Geschichte der Besetzung des Kubat-Dreiecks am Potsdamer Platz im Jahre 1988, als die Besetzer des Hüttendorfes vor der Westberliner Polizei in den Osten flüchten mussten.


Fach-Kontakt:
Michael Götze
EuropeanaLocal Deutschland @ Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Tel.: 030 - 90226 391
E-mail: goetze@zlb.de

Weitere Informationen:
EuropeanaLocal Deutschland: http://www.europeanalocal.de
Europeana: http://www.europeana.eu

Hintergrundinformationen zu weiteren Projekten der Europeana: http://group.europeana.eu
Zur Geschichte des Kubat-Dreiecks in der Europeana: http://tinyurl.com/kubat-dreieck


Über die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)
Die Landesbibliothek ist ein großstädtischer Ort der Kommunikation und der Informationsvermittlung. In ihren Häusern in Mitte (Berliner Stadtbibliothek) und Kreuzberg (Amerika-Gedenkbibliothek) sowie in der zum 1. Januar 2005 integrierten Senatsbibliothek Berlin (Charlottenburg) versammelt sie knapp 3,42 Mio. elektronische und gedruckte Medien. Den Kunden stehen Internet- und PC-Arbeitsplätze sowie Rechercheterminals zur Verfügung. In den Häusern der ZLB haben professioneller Kundenservice und freie Zugänglichkeit zu allen Informationen Tradition. Als Universalbibliothek bietet sie Fachbestände und Datenbanken zu den wissenschaftlichen Disziplinen sowie Belletristik, Literatur zu Reise- und Freizeitthemen und eigene multimedial ausgestattete Bereiche für Kinder und Jugendliche.

In der ZLB können sich die Bibliothekskunden aktuell informieren, im Internet und in Datenbanken recherchieren, historische Sammlungen einsehen oder einfach Ihren Lieblingsroman mit nach Hause nehmen. Mit über 1,48 Mio. Besuchern und mehr als 4,07 Mio. Ausleihen in 2009 gehört die Zentral- und Landesbibliothek Berlin zu den meistbesuchten Kultureinrichtungen der Stadt.

Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Besucheranschriften. Haus Amerika-Gedenkbibliothek, Blücherplatz 1, 10961 Berlin-Kreuzberg; Haus Berliner Stadtbibliothek, Breite Straße 30-36, 10178 Berlin-Mitte; Senatsbibliothek Berlin, Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin-Charlottenburg; http://www.zlb.de

Öffentlichkeitsarbeit/Kontakt:
Sabine Walz, Christiane Kleist-Fiedler; presse@zlb.de, Tel. 030-90226-661

Montag, 1. Februar 2010

Digitale Inhalte in Greifswald und Mecklenburg-Vorpommern - Kurzbericht der Vortragsreihe vom 22.1.2010

Die von der Universitätsbibliothek Greifswald veranstaltete Vortragsreihe zu Digitalen Bibliotheken am 22.1.2010 hatte ein sehr aktuelles und auch sehr rundes Programm. Nun sind die Folien der Vortragenden im Netz (http://www.uni-greifswald.de/bibliothek/europeana-und-die-deutsche-digitale-bibliothek.html) zu finden, hier gibt es einige zusammenfassende Zeilen zu den Präsentationen.

Zunächst nochmal die Übersicht der Vorträge:
  • EuropeanaLocal: ein Weg zur Europäischen Digitalen Bibliothek Europeana (Michael Götze, EuropeanaLocal Deutschland)
  • Deutsche Digitale Bibliothek - Sachstand und Perspektiven (Hans-Jörg Lieder, Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz)
  • Digitalisierungsprojekte - Regionale, nationale und europäische Fördermöglichkeiten (Birgit Stumm, EU-Projektberatung im Kompetenznetzwerk für Bibliotheken (KNB))
[Achtung, Auskunft über den eigenen Vortrag(!)] Im ersten Vortrag lag nach einer Vorstellung der Europeana und des Best-Practice-Netzwerks von EuropeanaLocal der Schwerpunkt auf der Darstellung des praktischen Einbringens von Daten kleinerer und mittlerer Einrichtungen in die Europäische Digitale Bibliothek Europeana. Hier wurde auch von ersten Erfahrungen und Problemen berichtet. Schließlich wurden die Bezüge zur Deutschen Digitalen Bibliothek erläutert, mit der eine enge Abstimmung angestrebt wird.

Hans-Jörg Lieder erläuterte den Stand der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB), deren Anfangsfinanzierung nun seit Dezember 2009 gesichert ist. Die DDB wird von einem Kompetenzwerk getragen, das aus Mitgliederversammlung, Vorstand, Kuratorium und einer Geschäftsstelle besteht. Dazu genaueres in den Folien des Vortrags.
Eine besonders wertvolle Quelle für Informationen rund um die DDB ist die Dokumentesammlung auf der Webseite der DDB: http://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/dokumente.htm. Der erste Prototyp der DDB soll Ende 2011 zugänglich sein, es werden also noch fast 2 Jahre bis zum Betrieb der digitalen Bibliothek ins Land gehen.

Birgit Stumm von der EU-Projektberatung am Kompetenznetzwerk für Bibliotheken (KNB) schließlich informierte über die Vielfalt von Fördermöglichkeiten für Digitalisierungsprojekte, auch auf regionaler Ebene und bei Fördergebern, bei denen dies wenig bekannt ist. So unterstützt der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) nicht nur Wirtschafts-, sondern auch Kulturprojekte. Für Mecklenburg-Vorpommern ergeben sich durch die Anbindung an den Ostseeraum darüber hinaus eine Reihe von grenzüberschreitenden Möglichkeiten zu förderungswürdigen Digitalisierungsvorhaben.
Für die selbständige Recherche empfahl Frau Stumm die Förderdatenbank des Bibliothekportals (interessant nicht nur für Bibliotheken: http://www.foerderdatenbank.bibliotheksportal.de), das leider ausgelaufen Projekt (http://www.kulturerbe-digital.de)und den Stiftungsindex (http://www.stiftungsindex.de). Auf http://www.bibliotheksportal.de sind zudem Informationen über alle EU-Förderprogramme und aktuelle Ausschreibungen zu finden.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Datenimport aus Europeana-Perspektive

Hier gibts eine gute Übersicht über die Schritte, wie auch Verweise auf wichtige Dokumente:
http://group.europeana.eu/web/guest/provide_content

Anzumerken ist, dass wir als EuropeanaLocal-Deutschland die einzelnen Schritte - in Abstimmung mit unseren Inhalte liefernden Partnern - bearbeiten, und dort auch einiges an Expertise gesammelt haben.
Nach Fertigstellung der Importprozedur und des Verfahrens stellen wir die Skripte und Programme unseren Partnern zur Verfügung.

Dienstag, 1. Dezember 2009

Stellungnahme des dbv zur öffentlichen Konsultation der Europeana

Hier der Verweis auf die
"Stellungnahme des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) zur öffentlichen Konsultation „Europeana – die nächsten Schritte“ (SEK (2009)1124)"

Die ersten beiden Absätze zum Gleich-hier-lesen:

"A. Einleitende Bemerkungen
Der Deutsche Bibliotheksverband begrüßt Europeana als das zentrale Eingangstor zum digitalen kulturellen Erbe Europas von höchstem Rang. In ihrer Bedeutung für Kultur und Wissenschaft ist Europeana kaum zu überschätzen. Jede Initiative und jedes Projekt, das geeignet ist, Europeana weiter zu fördern, wird von den deutschen Bibliotheken grundsätzlich positiv gesehen.

Die Bibliotheken in Deutschland wollen unbedingt größere Teile ihrer Bestände digitalisieren und in Europeana einstellen. Zwei Hemmnisse jedoch behindern bisher eine aktivere Beteiligung aus Deutschland. Erstens steht den Bibliotheken keine ausreichende Finanzausstattung zur Verfügung, um aufwändige und teure Digitalisierungsprojekte durchzuführen. Neue Aufgaben der Bibliotheken, wie z.B. eine Digitalisierung der Bestände, müssen durch entsprechende zusätzliche Mittelzuweisungen begleitet werden. Dies ist bisher nur in Ansätzen der Fall. Zweitens stehen die rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die vielen Unklarheiten bis hin zu fehlenden Regelungen im Urheberrecht sowie eine fehlende europäische Harmonisierung auf diesem Gebiet der offensiven Digitalisierung von Bibliotheksbeständen und der digitalen Verbreitung entgegen.
[...]"

Donnerstag, 2. Juli 2009

Projekte um die Europeana (Stand Juli 2009)

Die 'Europeana group' besteht aus Projekten, die Technologie und Inhalte für die Europeana bereitstellen. Eine gute Übersicht mit weiteren Informationen befindet sich hier: http://group.europeana.eu. Von dort stammt auch die folgende Zusammenstellung:

Projekte, die v.a. Inhalte für die Europeana beisteuern:

APEnet (Archival Portal of Europe) sammelt Inhalte aus Europas Archiven: http://www.apenet.eu

ATHENA sammelt Inhalte von Museen: http://www.athenaeurope.org/

BHL Europe (Biodiversity Heritage Library): Die Webseite ist noch nicht erreichbar.

EUscreen wird Fernseh-Material zur Europeana beitragen. Die Webseite ist noch nicht erreichbar.

Europeana Connect trägt Musikdaten zur Europeana bei: http://www.europeanaconnect.eu

Europeana Local setzt den Schwerpunkt auf die Kooperation mit regionalen und lokalen Inhaltsanbietern: http://www.europeanalocal.eu/

Europeana Travel sammelt Material, das mit Reisen, Handel, Tourismus und Migration befaßt ist: http://www.europeanatravel.eu/

Judaica Europeana (Jewish Urban Digital European Integrated Cultural Archive) betrachtet die jüdischen Beiträge zu Europas kulturellem Erbe. Das Projekt startet im Juli, die Webseite ist noch nicht erreichbar.

EFG (European Film Gateway) versammelt Material zu Kino: http://www.europeanfilmgateway.eu

Technologie-Projekte sind:

Europeana v1.0 entwickelt das Internetportal für die Europeana:
http://version1.europeana.eu/web/europeana-project

Europeana Connect wird weitere Kernkomponenten für die Europeana entwickeln und bereitstellen:
http://www.europeanaconnect.eu/

PrestoPRIME entwickelt praktische Lösungen für die Langzeitarchivierung von digitalen audiovisuellen Sammlungen: http://www.prestoprime.org/

Aktuelles Metadatenschema der Europeana (Version 3.1 vom 25.2.09)

Die Spezifikation des Metadatenschemas der Europeana ist in der aktuellen Version hier zu finden:
'Specification for the Europeana Semantic Elements' (PDF) (Version 3.1 vom 25.2.2009)

Dienstag, 30. Juni 2009

EuropeanaLocal

EuropeanaLocal ist ein Best-Practice-Netzwerk, das die Entwicklung der „Europeana“ - Europas im Aufbau befindlicher digitaler Bibliothek, digitalem Museum und digitalem Archiv – unterstützt. Mit der Europeana werden vernetzte Infrastrukturen zur digitalen Präsentation des kulturellen Erbes Europas im Internet entwickelt, wobei im Teilprojekt EuropeanaLocal der Schwerpunkt auf der Integration von regionalen und lokalen Inhalten und Institutionen liegt.

Ziel der 32 Partner aus 27 Ländern ist
  • die Entwicklung einer Infrastruktur, die es auch kleinen und mittleren Einrichtungen des kulturellen Erbes Europas ermöglicht, ihre digitalen Inhalte in die Europeana einzubringen, und
  • die Weitervermittlung von Best Practice an regionale und lokale Einrichtungen, um z.B. die Interoperabilität der Daten mit internationalen Standards zu sichern.
Falls Sie Interesse haben, Ihre Daten in die Europeana einzubringen, melden Sie sich bei uns!

Weitere Informationen zu EuropeanaLocal finden Sie auch unter: http://www.europeanalocal.eu

EuropeanaLocal Deutschland

Ansprechpartner: Michael Götze
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Breite Str. 30-36, 10178 Berlin
Telefon: 030-90 226 391
e-mail: goetze (at) zlb (dot) de